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NPD hält störungsfreie Kundgebung in Potsdam ab

Der vorbestrafte Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke (3.v.l.) auf einer Demonstration im November letzten Jahres in Berlin. Heute hielt er mit der NPD Brandenburg eine Kundgebung in Potsdam ab. Foto: René Strammber

Der vorbestrafte Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke (3.v.l.) auf einer Demonstration im November letzten Jahres in Berlin. Heute hielt er mit der NPD Brandenburg eine Kundgebung in Potsdam ab. Foto: René Strammber

Artikel: René Strammber

Am heutigen Vormittag konnte die NPD an der Haltestelle „Friedrich-Wolf-Straße“, direkt vor dem Waldstadt-Center in Potsdam, eine von 39 Polizeibeamten abgesicherte Kundgebung störungsfrei abhalten – Sechs Personen nahmen an dieser teil. Unter ihnen befand sich auch der Berliner NPD-Landesvorsitzende und Wahlkampfleiter der NPD Brandenburg Sebastian Schmidtke. Er wurde zuletzt in drei Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Unter anderem war Schmidtke laut eines Urteils vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten maßgeblich an den Aktivitäten des „Nationalen Widerstand Berlin“ beteiligt.

Die knapp einstündige Kundgebung in Potsdam wurde laut der Polizei bereits am 11. Juni angemeldet, trotzdem kam es zu keinem vorherigen Öffentlichwerden der Aktion und somit auch zu keinen Gegenprotesten. Auf großen Anklang scheint der spontane Auftritt der NPD bei der Bevölkerung jedoch nicht getroffen zu sein: „Erst als die wieder weg waren, kamen die Kunden wieder zu mir. Alle haben sich die Ohren zugehalten und denen nicht zugehört“, erzählt eine Obstverkäuferin, die unmittelbar neben der Kundgebung ihren Stand betreut.

Im Anschluss an die offenbar missglückte Aktion fuhren die Kundgebungsteilnehmer nach Brandenburg an der Havel, um dort auf dem Neustädtischen Markt ebenfalls eine Kundgebung abzuhalten. Durch diese Form der überraschenden Aktionen soll der Wahlkampf, laut Wahlkampfkonzept der Brandenbruger NPD, „abgerundet werden“ – insgesamt seien als Vorbereitung für Landtagswahlen im September knapp 100 Kundgebungen in ganz Brandenburg geplant.

„Tag der Deutschen Zukunft“ in Dresden

Foto: René Strammber

Foto: René Strammber

Artikel: René Strammber

2000 Polizeibeamte, 400 Neonazis und 1500 Gegenprotestierende – das sind die Zahlen zum „Tag der Deutschen Zukunft“, der heute von Neonazis in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden veranstaltet wurde. Bis auf einzelne Festnahmen von Gegenprotestierenden blieb es jedoch weitgehend ruhig. Die Neonazis konnten ihre Demonstration, die durch nur wenige Störaktionen begleitet wurde, auf einer Alternativroute durchführen.

Nach Informationen der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ kam es nach der Abschlusskundgebung der Rechtsradikalen noch zu einem Angriff von 20-30 Neonazis auf Polizisten und Journalisten. Nach wenigen Minuten brachte die Polizei die Lage wohl jedoch wieder unter Kontrolle.

Der nächste Tag der deutschen Zukunft wird im kommenden Jahr in Neuruppin (Brandenburg) stattfinden.

Fotos von René Strammber auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/rene_strammber/sets/72157645061684585/

Fotos von Anton Lommon auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/anton_lommon/sets/72157645102604603/

Babelsberg unterliegt im Pokalfinale

Foto: Michael Eulenbrink

Foto: Michael Eulenbrink

Artikel: Michael Eulenbrink

Vor 1695 zahlenden Zuschauern schaffte der FSV Optik Rathenow den Einzug in die erste Runde des DFB Pokals. Mit einem 3:1 Sieg in Überzahl gewannen sie zum wiederholten Mal den Brandenburgpokal. Das Spiel sollte allerdings besser werden als die Witterungsbedingungen – jede Menge gute Zweikämpfe und schöne Tore.

Es ging gut los für die Optiker, Süleyman Kapan netzte in der sechsten Minute das erste Mal ein – er spielt in der nächsten Saison für den BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost. Zum Anpfiff gab es vom Heimanhang ein Spruchband mit rot-weißen Fahnen untermalt. In der 37. Minute dann die Rote Karte nach einem Foul für die Gäste aus der Filmstadt.
Trotz Unterzahl gelang Dennis Lemke in der 54. Minute der Ausgleichstreffer: große Begeisterung im Gästeblock, denn Tore waren in der Rückrunde der vergangenen Regionalligasaison Mangelware.
Doch allzu lange durfte nicht gefeiert werden, in der 81. Minute schoss der Regionalligaabsteiger das 2 : 1 und mit dem Tor zog eine große weiße Rauchwolke aus dem Gästeblock empor, doch nach kurzer Zeit war wieder freie Sicht und es konnte weitergespielt werden.
Die Gäste versuchten nochmal alles und liefen in einen Konter der den endgültigen Sieg der Rathenower besiegelte. Das 3 : 1 schoss wieder Kapan in der 85. Minute mit einem Heber über Marvin Gladrow, dem Torhüter der Babelsberger. Im Gästeblock postierte sich inzwischen die Polizei und zog den Unmut der etwa 250 Gäste auf sich. Nach kurzer Zeit, ein paar Schubsereien und austauschen verbaler Nettigkeiten zogen diese jedoch wieder ab. Die Abreise der Gästefans verlief ohne Zwischenfälle.

Fotos von Michael Eulenbrink auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/101127373@N05/sets/72157644906107994/

Ein Interview mit dem Kommunalwahlkandidaten Philipp Ziems

Der Kommunalwahlkandidat Philipp Ziems tritt zum ersten Mal zur Wahl an. Foto: privat

Der Kommunalwahlkandidat Philipp Ziems tritt zum ersten Mal zur Wahl an. Foto: privat

Wir haben einen Kommunalwahlkandidaten der Fraktion Die Andere interviewt. Er, Philipp Ziems, kandidiert erstmalig für das Stadtparlament und tritt im Wahlkreis 3 an.

 

Hallo Philipp, schön dass Du die Zeit für uns gefunden hast. Was motivierte Dich dazu, Dich als Kandidaten aufstellen zu lassen – gab es einen konkreten Auslöser?

Hey, klar für euch hab ich immer Zeit. Ich finde es für mich wichtig, dass auch mal junge Menschen im Stadtparlament sitzen und den Laden mal etwas aufräumen. Denn was für eine Klientelpolitik in der Stadt gemacht wird, ist immer wieder unglaublich. Sei es, dass sich ein Oberbürgermeister während eines noch laufenden Bürgerbegehrens öffentlich dagegen ausspricht oder auch, dass sich der ein oder andere Immobillienbesitzer im Stadtparlament austoben kann und sich mithilfe der Linkspartei als sozialer Wohltäter darstellt, obwohl er selbst gegen eine Mietobergrenze gestimmt hat.

 

Warum hast Du Dich entschieden, Dich für die Fraktion Die Andere aufstellen zu lassen?

Wenn schon Politikkarriere, dann nur mit Der Anderen. Oder anders gesagt: Die Andere ist für mich die einzige Fraktion, für die ich mich aufstellen lassen würde, denn alle anderen stimmen nicht mit meinen Wünschen und Idealen überein.

 

Welche Themen siehst Du als Deine persönlichen Schwerpunkte an?

Ich glaube, das sind 2-3 Dinge, die bei mir ganz besonders auf der Tagesordnung stehen. Das ist einmal die Verhinderung des Wiederaufbaus der Garnisonkirche, da es meines Erachtens nicht vertretbar ist, diese Kirche wiederaufzubauen.
Dann noch natürlich, dass Potsdam endlich mal aktiv gegen seine Neonaziszene vorgeht und nicht den lieben langen Tag erzählt, es gebe keine organisierten Neonazis in dieser Stadt. Denn die gibt es auf jeden Fall!
Und dann dass ein Leben in Potsdam weiterhin toll ist bzw wieder wird. Das heißt, dass sich jeder in dieser Stadt Kultur leisten können muss und dass es die Möglichkeit für DIY-Projekte gibt.

 

Engagierst Du dich auch außerhalb der Fraktion?

Ja auf jeden Fall. Ich bin seit längerer Zeit im Spartacus aktiv und versuche Kultur zu schaffen, die sich jede Person leisten kann. Ansonsten mach ich das, worauf ich gerade Bock hab und was mir als wichtig erscheint.

 

Über Dich ist zu lesen, dass Du noch Schüler bist. Wann ist die Schule für Dich passé und was möchtest Du anschließend machen?

Ja das ist richtig. Ich mache derzeit mein Abitur über den 2. Bildungsweg und damit ist dann nächstes Jahr Schluss.
Und was danach kommt? Mal schauen…erstmal meinen Balkon genießen.

 

Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?

Macht weiter so mit eurem Blog! Es ist immer wieder toll, eure Berichte und Fotos zu sehen!

 

Danke für diese schmeichelnden Worte und dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Politikkarriere.

 

Das Interview führte René Strammber.

Im Juni ziehen erste Geflüchtete in den Staudenhof: Anwohner sind positiv gestimmt

Auch diesmal konnte Elona Müller-Preinesberger die nur noch wenig vorhandenen Fragen souverän beantworten. Das Foto entstand auf der ersten Bürgerversammlung zur dezentralen Geflüchtetenunterbringung im Staudenhof im Februar diesen Jahres. Foto: René Strammber

Auch diesmal konnte Elona Müller-Preinesberger die nur noch wenig vorhandenen Fragen souverän beantworten. Das Foto entstand auf der ersten Bürgerversammlung zur dezentralen Geflüchtetenunterbringung im Staudenhof im Februar diesen Jahres. Foto: René Strammber

Artikel: René Strammber

Auf der Bürgerversammlung am Dienstagabend sind beinahe keine negativen Stimmen gegenüber dem neuen Wohnungsverbundsystem für Flüchtlinge im Staudenhof zu vernehmen. Nur wenige der rund 70 anwesenden Personen äußern Bedenken: „Wer ist dann dafür zuständig, den Asylberechtigten Zucht und Ordnung beizubringen?“, fragt etwa eine ältere Anwohnerin. „Auch das wird Aufgabe des Projektträgers sein.“, antwortet die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger und weist die Fragende daraufhin, dass es keine Asylberechtigten, sondern Asylbewerber sein werden, die in den Staudenhof ziehen. Nachdem verschiedene mögliche Träger von der Stadt angeschrieben wurden, mussten diese dann jeweils eine Interessensbekundung formulieren und nach einem Auswahlverfahren entschied sich der zuständige Hauptausschuss schließlich für den »Soziale Stadt Potsdam e.V. «. Auch der Vereinsvorsitzende Daniel Beermann war auf der gestrigen Bürgerversammlung zugegen und stellte den Verein vor: er 2006 gegründet und realisiert derzeit Nachbarschafts- und Begegnungsprojekte in den Stadtteilen Am Schlaatz und Drewitz. Auch die Wohngemeinschaft für weibliche Geflüchtete in der Hegelallee wird von Beermann und seinen Mitarbeitern betreut.

Am 01. Juni werden die ersten 9 Wohnungen im Staudenhof an Geflüchtete übergeben, ab diesem Zeitpunkt sollen auch ein Sicherheitsdienst sowie ein zunächst provisorisches Büro des Trägers, das vor allem als Ansprechort im Staudenhof vorhanden sein. Insgesamt sind im Staudenhof 23 Einraum- und 2 Vierraumwohnungen für die Neuankömmlinge angedacht. In den Einraumwohnungen würden keine Großfamilien untergebracht, 4 Personen in einer so kleinen Wohnung seien undenkbar, eine Mutter mit zwei kleinen Kindern in einer Wohnungen aber durchaus möglich, beantwortet Müller-Preinesberger eine Frage. Bei der Wohnungszuweisung, die von der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (ZAST) geregelt wird, soll auch beachtet werden, dass nur Personen, die der selben Glaubensgemeinschaft angehören, in eine gemeinsame Wohnung einziehen. Derzeit würden viele Asylanträge von Personen aus der Russischen Föderation, Iran, Syrien, Irak, Somalia, Afghanistan und Tschetschenien gestellt.
Des Weiteren sollen von der Stadt jährlich 15.000€ bereitgestellt werden, die für Begegnungsprojekte wie Feste oder auch Spielplätze genutzt werden soll. Auch sollen in Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam weitere Begegnungsprojekte einstehen, die von Studierenden geplant werden.

Mit der neu eingerichteten Unterkunft kommt die Stadt Potsdam der Vorgabe des Landes näher, in diesem Jahr 279 Asylsuchende aufzunehmen, 72 konnten bereits aufgenommen werden, steht in einem „Wichtige Fragen, gute Antworten“-Papier, das am Abend am Veranstaltungsort, der Aula der Rosa-Luxemburg-Schule, auslag.